Während NeofaschistInnen ihren Großmachtbestrebungen und Vernichtungsphantasien hinterherweinen, trauert die selbsternannte Mitte der Gesellschaft auch um die Opfer des zweiten Weltkriegs und präsentiert sich durch Reden im Bundestag als Kollektiv, dass aus den Fehlern gelernt hat. Dabei wird die NSDAP wie ein Haufen Außerirdischer dargestellt, die für zwölf Jahre Deutschland einfach kontrollierten. Die Wahrheit ist, dass das Fundament für das Massengrab schon stand und der Bau durch die deutsche Wirtschaft finanziert wurde. Das die Lehre sein müsste, dass dieses Wirtschaftsystem in der damaligen wie auch heutigen Krise autoritäre und antidemokratische Auswege sucht wird gekonnt ignoriert, statt dessen wird die zwölfjährige Barbarei als Lehre genutzt um neue Kriege zu rechtfertigen. Deutschland müsse die Verantwortung übernehmen, dass so etwas wie Auschwitz nie wieder passiere. So legitimierte Joschka Fischer als Außenminister der rot-grünen Regierung die Zerbombung des Kosovo, wo dann noch zufällig zahlreiche Denkmäler die an die Opfer der deutschen Gewaltherrschaft erinnern, kaputt gingen. Auch heute muss sich Deutschland für die Freiheit am Hindukusch einsetzen, für Wirtschaftswege wird die Marine in Somalia stationiert und vieles mehr als scheinbare Schlussfolgerung, dass es so etwas wie das Dritte Reich nie wieder geben könne. Das alles wird durch die geläuterte deutsche Nation legitimiert, die an diesem Tag die Opfer betrauert, die sie entweder selber verschuldet oder die sie braucht, um sich als geläuterte Nation zu profilieren. Wir lehnen dieses Gedenken ab, dass sich nur ein positives Wiedererstarken und Wirken der deutschen Nation zum Ziel setzt, aber zwangsläufig wieder im Grauen entladen wird. Wir wollen nicht trauern, wir feiern jedeN toteN Bundeswehr- oder Wehrmachts-SoldatIn, weil diese sich nicht mehr für die „neuen“ deutschen Hegemonialbestrebungen in Europa und der Welt stark machen können! Auf zur fröhlichen Tanzdemo für eine bessere Zukunft am 18. November!