Antimilitaristisches Adventure-Camp am Maxplatz

Wer Donnerstag am Nachmittag durch die Fußgängerzone schlenderte, ein paar Einkäufe erledigte oder einfach nur, dass noch schöne Wetter genießen wollte, rechnete vor allem nicht mit einem: Mit zwei Zelten, behängt mit Plakaten der Linksjugend [’solid], was für ein eher ruhiges Städtchen ein doch ungewohnter Anblick war. Der Boden wurde mit Straßenmalkreiden beschriftet und in unmittelbarer Nähe verteilten AntimilitaristInnen die Flyer und unterhielten sich mit PassantInnen.

Auch die FußballspielerInnen passten nicht so ganz ins Bild einer Fußgängerzone. Erst nach Studieren des Flugblattes oder einem Gespräch mit einer/m der ca. zehn AktivistInnen fand mensch heraus, dass es sich um eine Protestaktion handelte. Diese richtete sich gegen zwei Zeltlager, die die Bundeswehr und die Bravo gemeinsam in den Alpen und auf Sardinien veranstalteten. In einem Youtube-Video wurden sie als absolutes Muss für jedeN JugendlicheN beworben. Die Bundeswehr versucht sich mit derartigen Veranstaltungen als „Erlebnistruppe“ zu profilieren und verschleiert damit komplett die eigentliche Berufung des Soldaten: Das Töten. Etwas derartiges kann ein Jugendverband, der sich gegen Krieg und Militarisierung von Schulen und Gesellschaft positioniert, nicht hinnehmen.

Viele, die auf die Aktion aufmerksam wurden sahen das ähnlich und begannen sich über weitere Themen zu informieren, wie z. B. die Einsätze der Jugendoffiziere in den Schulen und Hochschulen, welches auch ein zentrales Thema der AktivistInnen darstellte. Sie hatten in den letzten Tagen schon mit mehreren Plakatier- und Flyeraktionen auf die Aktionswoche für militärfreie Forschung und Bildung aufmerksam gemacht.

In diesem Rahmen fand auch am Abend eine Veranstaltung der VVN/BdA statt, in der über das Thema Bundeswehr an Schulen informiert wurde. Der Vortrag war durchaus gelungen und auch von sehr vielen nach der Aktion besucht.

Trotz des Erfolges, der guten Stimmung, der großen Aufmerksamkeit und der positiven Resonanz musste vorzeitig abgebrochen werden. Es begann innerhalb kürzester Zeit in Stömen zu regnen, und so wurden aus den geplanten zwei Stunden nur knappe sechzig Minuten.

Unterm Strich dennoch eine – nicht nur für eine derart kurzfristig organisierte – gelungene Aktion! Bilder zu der Aktion folgen in Kürze ;-)

Wer jetzt immer noch nicht genug hat kommt am Besten heute zu unserem Infostand zum Gabelmann und informiert sich da! Wir beginnen um 12:00!


1 Antwort auf „Antimilitaristisches Adventure-Camp am Maxplatz“


  1. 1 Infostand „Bundeswehr raus aus den Schulen!“ am Maxplatz « Blog der Linksjugend [’solid] Bamberg Pingback am 30. September 2012 um 17:03 Uhr
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